Just do it! Wie mir der Fortschritt die Zeit schenkte

In meinem letzten Essay schrieb ich darüber, dass man Zeit haben muss, um eine Stadt wirklich erleben zu können. Ich habe diese Zeit, weil ich das Glück hatte, in eine Zeit geboren worden zu sein, in welcher ein, nie dagewesener, technologischer Fortschritt sie mir geschenkt hat. Mir und all denjenigen, die diesen Fortschritt genutzt haben. … Weiterlesen …

Paris – Ein Fest fürs Leben

Viele Menschen mögen Paris nicht und ich kann sogar verstehen, warum.  Ich habe diese Stadt nämlich zuerst auch ganz falsch angepackt. Du kommst für ein verlängertes Wochenende, hetzt vom Louvre zum Eiffelturm und vom Eiffelturm zum Montmartre. Dafür stehst du überall Schlange, und musst dich durch Menschenmassen drängeln. Du zahlst einen viel zu hohen Preis … Weiterlesen …

Lebensgeschichten und die Ente Nummer 1.208.563

Mein Leben ist nie geradlinig verlaufen. Das klingt wie eine Koketterie, ist aber eher eine Diagnose. Es gab darin durchaus Phasen, in denen ich mir Geradlinigkeit gewünscht habe. Die beruhigende Vorstellung, dass ein Anfang irgendwo hinführt und der Weg sich nicht ständig selbst kreuzt. Einen meiner ältesten Freunde habe ich im Zug zur Offiziersbewerber-Prüfzentrale der … Weiterlesen …

Du darfst wählen. Nur nicht wohin.

Über den sanften Despotismus, die Erziehung zur Unmündigkeit und die Frage, ob überhaupt noch jemand nach der Bremse sucht Die eleganteste Art ein Volk zu unterwerfen, bittet um Erlaubnis! Sie gaukelt dir vor, dass du der Herr im Haus bist, weil sie dich alle paar Jahre wählen lässt. Doch im Grunde entscheidest du nur über … Weiterlesen …

Steuern sind kein Raub – aber Erpressung

„Gib mir 40% oder wir sperren dich ein!“ Die meisten Menschen wären empört, wenn ein Typ im Jogginganzug vor ihrer Tür stünde und sagte: „Schönes Geschäft hast du da. Wäre doch wirklich schade, wenn da was passiert. 40% vom Gewinn, jeden Monat. Dann passen wir auf dich auf.“ Das wäre Schutzgelderpressung, klar. Kriminell. Verwerflich. Doch … Weiterlesen …

Ich bin meine eigene Bank

Ich hatte in meinem ganzen Leben noch nie viel Geld auf der Bank.  Kein Tagesgeld. Kein Festgeld. Kein „3 % Zinsen, wenn Sie brav warten“. Nicht mal als Kind. Mein erstes Sparbuch bekam ich mit sieben. Drei Prozent! Die Erwachsenen sagten ehrfürchtig: „Das ist gut, da wächst dein Geld.“ Ich habe das Ding angeschaut wie … Weiterlesen …

Warum Eigentum optional geworden ist

Wir leben in einer fantastischen Zeit! Es war nämlich noch nie so leicht, Dinge zu nutzen, ohne dass ich sie mir kaufen müsste.  Wohnungen werden gemietet, oft nur tageweise, Autos ebenso, oder sie werden geleast. Software kaufe ich nicht mehr, ich nutze Abos. Die Plattensammlung ist passé –  Musik und Filme werden gestreamt, gegen eine … Weiterlesen …

Kacke schlägt KI – die letzte Bastion der Menschheit

Je länger ich mich mit künstlicher Intelligenz beschäftige, desto weniger beunruhigt sie mich. Nicht, weil ich sie unterschätze. Sondern weil sich mit etwas Abstand eine überraschend einfache Ordnung zeigt. KI bedroht nicht zuerst das Handfeste, sondern das Abstrakte. Nicht die schmutzigen Hände, sondern die sauberen Schreibtische. Das mag kontraintuitiv wirken, denn jahrzehntelang wurde uns genau … Weiterlesen …